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wir LARPer Die kleine LARP-Gruppe
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Alagos Marcel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.10.2007 Beiträge: 11 Wohnort: Im Wald
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Verfasst am: 29.10.2007, 18:48 Titel: Alagos aka Marcel |
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hi ich bin marcel und bin 18 Jahre alt
yo also Alagos wird eine Art Wegelagerer, eine genauere Charaktergeschichte hab ich nich nicht, genauso wie Ausrüstung...kommt alles noch. Der name Stammt aus der elfischen Phantasiesprache Sindarin und bedeutet Sturm aber eigentlich gefiel mir nur wie der name sich anhört, mein charakter soll nix mit Elfen zu tun haben..
Meine Waffen werden aus zwei dolchen bestehen und vlt noch irgendwas anderes, Klamotten aus Leder und grünen und hellbraunen stoffen..wie bei den meisten von euch auch denk ich^^ |
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Alagos Marcel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.10.2007 Beiträge: 11 Wohnort: Im Wald
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Verfasst am: 14.03.2008, 21:04 Titel: |
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Ok also von mir gibts Neuigkeiten. Ich hab meinen Namen geändert aufgrund von zu starker Ähnlichkeit zu anderen Namen (Aletrus, Leandros). Ich heiße ab jetzt Rajan. Gefällt mir auch viel besser als dieser schwule Elfenname.
Dann hab ich für die die es interessiert ne Charaktergeschichte von mir geschrieben. Fürs Roleplay ist es übrigens nicht schlecht seine Vorgeschichte zumindest mal in stichpunkten festgehalten zu haben. Dann muss man sich wenigstens nichts aus den fingern saugen wenn man nach seinem Vater oder Wohnort gefragt wird. Naja da is die Geschichte. Angelehnt ist sie an Sebis Clangeschichte, aber etwas abgeändert. Eben aus meiner Sicht erzählt^^
Die Vorgeschichte
Der Boden unter mir war kalt und die Nässe des weichen Mooses, auf dem ich lag, war schon längst in meine Kleider eingedrungen. Die Wolken schoben sich oft vor die Sonne und ich wünschte mir, sie könnten dort länger verweilen als nur zwei oder drei Minuten, denn die Sonne schien direkt die Handelsroute entlang, an der ich heimlich wartete, sodass meine Augen vom Zusammenkneifen schnell schmerzten. Es war Frühjahr, und seit einigen Wochen war ich wieder an meinen Lagerplatz im Wald zurückgekehrt. Der Winter zwingt mich alljährlich diesen zu verlassen und im Dorf für Unterkunft und Versorgung zu arbeiten. Dieses Jahr arbeitete ich als Stalljunge für einen Bauern, der eine mickrige Pferdezucht besaß.
Die ausgehungerten Tiere würden wohl niemals als Reittiere taugen, doch der Bauer schien das übersehen zu wollen. Es hatte mich sehr gewundert, als alle vier Pferde den Winter überstanden haben. Im nächsten Jahr werden sie sicher weniger Glück haben. Ich war froh, wieder für mich selbst sorgen zu können, doch in diesem Frühling fielen mir die Nachteile dieses Lebens stärker auf als sonst. Schon nach den ersten paar Tagen bekam ich einen lästigen Schnupfen, den ich jetzt nicht losgeworden bin. Außerdem sind aus einem nahegelegenen Moor, wie jedes Jahr, unzählige Mücken geschlüpft, die mich nun umschwirrten. Regelmäßig erschlug ich eine auf meinem Arm oder meinem Gesicht. Deren Überreste zerrieb ich dann zwischen meinen Fingern, bis das schwarze Leder meiner Handschuhe wieder zu knirschen begann.
Die Sonne war mittlerweile tiefer gesunken und ich lag nun im Schatten einer größeren Fichte. Die Feuchte in meinen Kleidern wurde schnell sehr unangenehm und ich begann zu frieren. Lange würde ich hier nicht mehr auflauern. Zu dieser Jahreszeit war der Handel zwischen den Dörfern stärker als im Rest des Jahres, da der Handel im Winter vermieden wurde. Das führte allerdings auch dazu, dass die schwer beladenen Karren fast nie ohne bewaffneten Geleitschutz auf den Handelsrouten unterwegs waren. Besonders bei Bogenschützen blieb ich lieber in meinem schattigen Versteck am Wegesrand.
Der letzte schwach bewaffnete Händler, den ich überfiel, passierte vor drei Tagen. Der alte Mann schleppte einen kleinen Karren mit einigen Säcken Salz, Pökelfleisch und Tierhäuten mit sich. Er erschrak sehr, als ich zwischen dem Gestrüpp hervorkam und er meine beiden blitzenden Klingen sah. Den Karren ließ er augenblicklich los und er schien zu überlegen. Ob er sein Messer gegen mich richten sollte, entschied sich aber schnell für die Flucht. Das Salz ließ ich ihm, davon füllte ich mir nur ein wenig in meinen leeren Geldbeutel ab, der seinen vorgesehenen Zweck voraussichtlich erst dann wieder erfüllen wird, wenn die Händler mit dem Geld zurück in ihre Dörfer und Städte zurückkehren. Das Pökelfleisch nahm ich mir natürlich und auch für die Tierhäute, von denen ich nur einige Tragen konnte, werde ich sicher Verwendung finden. Während ich hier gelegen habe, sind nur zwei große Händlerkarren vorbeigezogen, beide von starken Pferden gezogen und beide von mehr als einem Bogenschützen eskortiert. Trotz meiner wachsenden Erfahrung in den letzten 3 Jahren, in denen ich dieses Leben geführt habe, wird ein erfolgreicher Überfall immer seltener und gefährlicher. Im letzten Jahr witterten mich schon bevor ich mich entschloss, den Händler zu überfallen seine zwei Bluthunde, die mich anschließend tief in den Wald jagten, wo ich schließlich einen von ihnen mit meinen Kurzschwertern töten und den anderen in die Flucht schlagen musste.
Die Schwerter sind ein Erbe meines Vaters. Wir lebten in einem ärmlichen Fischerdorf in der nähe einer Hafenstadt, doch die Männer konnten ihre Familien nicht nur von der Fischerei ernähren und wurden aus der Verzweiflung heraus zu Hafenbanditen. Regelmäßig fuhren sie mit ihren Fischerbooten in den Hafen und schlichen sich mit Enterhaken heimlich an Bord der kleineren Handelsschiffe und nahmen mit, was sie dort fanden. Die Stadt ahnte nicht, von wo die Überfälle aus geplant wurden, bis sie die Männer auf frischer Tat ertappten und viele von ihnen umbrachten oder gefangen nahmen. Nur wenige von ihnen entkamen, aber einer von ihnen übergab mir die Waffen meines Vaters. Die Gefangenen wurden vor ihrer Hinrichtung natürlich gefoltert, sodass die Machenschaften unseres Dorfes bekannt wurden und einige Söldner geschickt wurden, um dem ein Ende zu bereiten. Sie fanden aber nur ein leeres Fischerdorf vor, das sie niederbrennen konnten. Die Bewohner haben sich in der gesamten Umgebung verteilt, viele von ihnen sind Bettler geworden und im nächsten Winter gestorben, andere haben es noch mal als Fischer versucht. Ob auch andere von ihnen so wie ich gesetzlos
geworden sind, weiß ich nicht. Genauer gesagt hatte ich seit mir der Wald Unterschlupf gewährte nichts mehr von ihnen gehört. So lebe ich nun schon seit 3 Jahren. Selten wechselte ich den Wald, wenn die Gespräche in den Dörfern über das Rumtreiben eines Wegelagerers nicht mehr nur als Gerüchte galten. Plötzlich hörte ich Stimmen auf dem Weg, die mich aus den Gedanken rissen. Ich zückte meine Schwerter und legte sie vor mir griffbereit ins Moos. Ich betrachtete die beiden Gestalten aus der Ferne. Beide, ein Mädchen und ein Knabe in meinem Alter hatten blonde, lange Haare, was mich im ersten Moment an die von Elfen erinnerte. Doch ich war erleichtert, als ich die plumpe Gangart des Jungen und die Größe des Mädchen erkannte, die mit denen von Elfen kaum zu vergleichen war. Obwohl ich sie nur aus Erzählungen kannte, war ich mir bei den beiden sicher dass es keine waren. Ich schmunzelte über den Gedanken, dass ich normale Menschen für Elfen gehalten habe. Der Junge führte ein Schwert. Ich wusste allerdings, dass er für den effektiven Einsatz von diesem gerade alt genug war, da es viel Kraft und Training benötigte. Ich selbst bevorzugte den Kampf mit Kurzschwertern oder leichten Säbeln. Das Mädchen war unbewaffnet, doch beide trugen jeweils einen kleinen Geldbeutel. Mein geschulter Blick verriet mir, dass es sich lohnen würde, für den Inhalt von diesen sie zu überfallen. Ich zog mich etwas näher an die Böschung heran, die ich jeden Moment hinabspringen würde. Das Mädchen ging links, dort konnte ich sie schnell packen und bedrohen und so den Jungen zum nieder legen seiner Waffe zwingen. Kaum waren sie an mir vorbeigegangen, stieß ich mich ab und machte einen Satz die Böschung hinab, rollte mich auf dem festgetrampelten Boden ab und tauchte hinter dem Mädchen wieder auf, eines der Schwerter an ihrer Kehle und das andere auf ihren Begleiter gerichtet. Zu meiner großen Überraschung hatte dieser schon sein Schwert gezogen und hielt es in Kampfposition in beiden Händen vor sich. Seine Augen, blickten hastig abwechselnd ihres und mein vermummtes Gesicht an. Auch den Puls des Mädchens konnte ich deutlich über die Klinge spüren, ganz zu schweigen von meinem Eigenen. „Ich tue euch nichts.“, sagte ich nach kurzer Zeit mit etwas erzwungener Ruhe, „Mir liegt nichts an eurem Leben, nur an eurem Silber“, und deutete mit der ausgestreckten Klinge auf seinen Geldbeutel. Der Junge ließ die Waffe nicht sinken. „Lasst sie los! Oder ihr werdet meine Klinge zu spüren bekommen!“ Ich lächelte leicht unter meinem umgebundenen Tuch. „Das werdet ihr nicht riskieren.“, sagte ich. „Kommt, seid eurem sturen Begleiter ein Vorbild und gebt mir schon mal euren Geldbeutel.“ Die Hände des Mädchens wanderten langsam zu ihrem Gürtel und zupften an den Lederschnüren des Beutels. Der Junge ließ die Waffe immer noch nicht sinken. Ich warf ihm einen ernsten Blick zu, doch er ließ sich nicht beirren. Ob er wusste dass ich einem unbewaffnetem Mädchen nicht Schaden würde? Langsam wurde ich ungeduldig und dann bemerkte ich etwas, das mich beunruhigte. Für ein oder zwei Sekunden sah er an mir vorbei. Warum tat er das? Sollte ich nicht gerade sein größeres Problem sein? Meine Muskeln spannten sich an. Das Mädchen hatte ihren Geldbeutel gelöst. Während ich ihn an mich nahm, beobachtete ich den Jungen genau, beobachtete jeden seiner Gesichtszüge in der Hoffnung, sie könnten mir verraten was er vorhatte. Plötzlich huschte ein lächeln über sein Gesicht. Da wusste ich was sie vorhatten. Sie schindeten Zeit! Augenblicklich löste ich die Klinge von der Kehle des Mädchens und wollte in die entgegengesetzte Richtung davonlaufen, wo ich fast in die Klingen von zwei Ledergepanzerten Jungen gelaufen wäre. Geistesgegenwärtig machte ich einen Sprung zur Seite, um mich in den Schutz des Waldes zu flüchten. Doch dort stand der blonde Junge und holte bereits zum Schlag aus. Ich parierte diesen Schlag, leitete ihn auf den Boden um und Sprang über seine Klinge hinweg, um endlich den Waldrand zu erreichen. Doch sein zweiter Hieb traf mich an der Wade. Ich spürte den Schmerz. Ich spürte auch das warme Blut, dass aus der Wunde rann und in meine eh schon durchnässten Beinkleider trat. Zu meinem Glück schaffte ich es, den Schmerz zu unterdrücken und mich in den Wald zu retten.
Ich sprang über die Äste und moderigen Bäume in der Hoffnung, sie könnten mir mit ihren schweren Rüstungen und Schwertern nicht folgen. Zweige schlugen mir ins Gesicht und ich spürte schnell auch dort die ersten Blutstropfen an meinen Wangen hinablaufen. Von Zeit zu Zeit hörte ich auf zu rennen und begann zu humpeln, bis ich wieder weiter lief.. Ich blickte zwischendurch hinter mich durch die Bäume. Es hatte sich eine blaue Dunkelheit über den Wald gelegt. Als ich sicher war, dass sie mir nicht folgen, begann ich in Richtung von meinem Lager zu laufen. Ich löste den festen Griff um meine Kurzschwerter, die ich den ganzen Weg wie verkrampft festhielt, um so vom Schmerz im Bein abzulenken. Jetzt war ich schon tief in den Wald eingedrungen, wo sich außer mir selten ein Mensch hin verlor. Es war nicht mehr weit von hier zum Lager, doch der Schmerz begann nun durch meinen ganzen Körper strömen, sodass mir jeder Meter schwerer fiel. Endlich am Lager angekommen riss ich mir ein Stück Stoff von meinem Ärmel ab und band es fest um meine blutende Wunde. Danach setzte ich mich an die Feuerstelle und entfachte schnell ein Feuer und aß etwas von meinem Vorrat an Pökelfleisch. Nachdenklich kaute ich auf dem unnachgiebigen Fleisch herum. Der Schmerz würde mich wohl die ganze Nacht nicht schlafen lassen, doch etwas Ruhe brauchte ich jetzt trotzdem. Morgen würde sich das Ausmaß der Verletzung zeigen. Wenn sie mich zu lange außer Gefecht setzen würde, müsste ich wieder ins Dorf zurückkehren. Ich warf die Schwerter an einem Baum gegenüber von meinem Lager, wo sie mit einem stumpfen Geräusch stecken blieben. Ich legte mich der Länge nach ans Feuer, um meine nassen Kleider zu trocknen. Das Warme Licht ließ meine Gesichtszüge entspannen und nach einiger Zeit lag ich dösend auf der glattgetretenen Erde. Ich beobachtete in Gedanken den pulsierenden Schmerz, der beinahe hypnotisch auf mich einwirkte.
So spürte ich nicht wie sich die Dunkelheit entgültig über mein Zelt ausbreitete und auch nicht wie der Wind dicke Wolken über den Wald blies. Ebenso wenig bemerkte ich, wie die vier jungen Kämpfer in mein Lager eindrangen. Erst als einer von ihnen sich mit seiner schweren Rüstung auf mich geworfen hatte wurde ich aus meinem Halbschlaf gerissen. Schnell waren meine Gliedmaßen gefesselt und sie zogen mich an den Armen aufrecht. Von irgendwoher flog mir eine Faust ins Gesicht. Ich merkte wie mein Kopf zur Seite flog, aber nicht den Schmerz. Irgendjemand schrie mir ins Gesicht, wurde aber von einem lauter werdenden Rauschen übertönt. Ich öffnete langsam die Augen. Ich lag auf dem Boden, wusste aber nicht ob ich gefallen war oder ob sie mich dort abgelegt hatten. Um mich herum erkannte ich die verschwommenen Schatten von sich hastig bewegenden Beinen, die über den blutigen Boden liefen. Davon wurde mir übel, also schloss ich die Augen wieder und konzentrierte mich auf mein Gehör. Das Rauschen ließ etwas nach und ich erkannte die Stimme des blonden Jungen, verstand aber nicht was er sagte. Auch das Mädchen war da und die anderen Schwertkämpfer. Schnell gab ich auf, sie zu verstehen. Überhaupt schienen sie sich nicht mehr um mich zu kümmern. Ich wollte wissen wo sie waren und öffnete die Augen. Dieses Mal fand ich mich sitzend wieder, angelehnt an einen der Bäume in meinem Lager. Wieder wusste ich nicht wie ich hier hergekommen war. Es war komplett dunkel. Irgendwo weiter weg im Lagerzelt erkannte ich die schwachen Konturen von Leuten. Zwischen uns zischte und rauchte die Feuerstelle. Nur noch ein wenig Glut war in ihr zu erkennen. Ich ließ meinen Kopf zur Seite fallen. „Ihr Ratten, hört auf das Fleisch zu essen. Warum habt ihr das Feuer gelöscht?“ Ob ich das wirklich gesagt oder nur gedacht habe, weiß ich nicht. Wenn ich es gesagt habe war es zumindest so leise, dass sie es in der Entfernung nicht gehört haben konnten. Ich wusste aber, dass nicht sie das Feuer gelöscht hatten, sondern der Regen, in dem sie mich sitzen gelassen hatten, während sie dort im Trockenen warteten. Ich fragte mich noch, worauf sie warten. Dann schlief ich ein.
Als ich das nächste Mal aufwachte, spürte ich jeden einzelnen Muskel, wenn er sich bewegte. Mein Nacken war steif und meine Haare und meine Kleidung klebten nass und kalt an meinem Körper. Der Boden um mich herum war ebenfalls nass und hie und da krochen Regenwürmer auf der festgetrampelten Erde herum und versuchten verzweifelt sich wieder einzugraben. Es war bereits hell geworden. Den Geldbeutel des Mädchens hatten sie natürlich wieder an sich genommen. Ich bemerkte tiefe Druckstellen an den Beinen, an denen ich gefesselt war. Meine Hände waren noch immer gefesselt. Von der Seite hörte ich Schritte und im nächsten Moment hat sich ein Schwertkämpfer mit einer schwarzen Lederrüstung zu mir herabgebeugt. „Du wirst hier in dem Zustand nicht überleben können.“ Ich antwortete nicht. Mein Kopf schmerzte. Nach einiger Zeit sprach er weiter. „Du wirst vermutlich Fieber bekommen. Hier draußen wirst du daran sterben. Bei uns im Dorf hast du allerdings eine Chance zu überleben.“ Ich wusste er hatte Recht. Die Wunde hatte stark geblutet. Sie würde sich entzünden und ich ernsthaft krank werden. Mein Körper war von der letzten Nacht zu sehr geschwächt, um einer ausgewachsenen Krankheit entgegenzustehen. „Welches Dorf meint ihr?“ „Wir leben in DORF. Mein Vater besitzt dort ein erfolgreiches Gehöft. Wir könnten euch dort unterbringen bis ihr gesund seid.“ Verwirrt blickte ich auf und sah ich ihm in die Augen, zum ersten Mal, wie mir auffiel. Sie blickten mich ernst und vorwurfsvoll an. „Warum wollt ihr das tun?“, fragte ich ihn. Diesmal war er es, der nicht antwortete.
Stattdessen stand er auf und setzte sich zu dem anderen Kämpfer. Das Mädchen lag in einiger Entfernung und schlief. Sie hatte sich einige Sachen aus dem Lager zusammengesucht und sich ein Bett zurechtgemacht, dass, wie ich mir eingestehen musste, weitaus bequemer aussah als das, das ich mir immer aus gesammeltem Moos und Tierfellen baute. Der Blonde streunte um das Lager herum, untersuchte das Laub und warf mir regelmäßig kurze Blicke zu, die ich nur schwer deuten konnte. Doch warum sie mich nicht hier sterben ließen, konnte ich nach einiger Zeit sehr wohl deuten. Sie hatten mich so eilig verfolgt, ohne sich Weg und Richtung zu merken, in die sie liefen. Sie hatten sich stur auf die Spuren verlassen, die ich hinterließ, ohne mit dem Regen zu rechnen, der sie wieder verwischte. Nun saßen sie hier in meinem Lager fest, und warteten darauf, dass ich ihnen wieder den Weg zu ihrem Dorf wies. Das Angebot der Gefährten habe ich dafür angenommen. Es würde das erste Mal seit langer Zeit werden, dass ich außerhalb des Winters nicht unter dem Blätterdach hausen würde. Andererseits hatte ich das Gefühl, den Wald so schnell nicht zu vermissen.
Den Weg nach DORF hatte ich ihnen schnell gezeigt. Auf dem Hof nahmen die Eltern mich widerwillig auf, doch ich versprach, für die aufkommenden Kosten doppelt zu arbeiten. Es dauerte kaum noch einen Tag, bis das Fieber einsetzte. Eine der Mägde des Hofs kümmerte sich ungefähr zwei Wochen um mich, bis ich die Krankheit auskuriert hatte. In dieser Zeit ließen sich Ruscenlum und Aletrus, die Söhne des Gutsherrn, nicht blicken, was bei meinem Zustand auch nicht viel genützt hätte. Doch als ich sie nach dieser Zeit wieder sah, begegneten wir uns Freundschaftlich. Leandros, der blonde Schwertkämpfer, lebt nicht weit weg. Sein Vater ist Müller. Riuwa lebt in einer Schneiderei im Dorfzentrum. Alle haben eines gemeinsam: Sie halten es nie lang zu Hause aus und sind regelmäßig auf Reisen. Vermutlich sind sie sogar mehr mit den Handelsrouten und Städten vertraut als ich es bin.
Auf dem Gehöft von dem Vater der Gebrüder erwies ich mich als nützlich, und ich wünsche mir dort weiterhin arbeiten zu können. Die Gefährten dürfen mit meiner Dankbarkeit rechnen. Ich hingegen hoffe, bald mit ihnen auf Reisen gehen zu dürfen. |
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Ayla
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.02.2008 Beiträge: 2
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Verfasst am: 20.03.2008, 14:25 Titel: |
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Eine wirklich sehr schöne Story. Gut überlegt, weit ab vom Standard (böse Orks haben meine Eltern getötet...), besonders aber doch nicht nach dem Motto "Ich bin der Tollste".
Was mir sehr gut gefällt ist, dass du bedacht hast, dass man im Winter ohne Dach überm Kopf schlecht überlebt.
Und wirklich schön geschrieben.
Was mir nicht gefällt: 2 Schwerter *jammer* Ich bin ein starker Verfechter der "gegen 2 Schwerter - Fraktion". Mag sein, dass nach jahrelangem Training 2 Schwerter wahnsinnig cool aussehen und gut zu führen sind.
Aber: Du hast kein jahrelanges Training mit 2 LARP(!)-Schwertern. Deshalb wird es nie so cool aussehen wie bei einem japanischen was-weiß-ich. Mit echten Schwertern ist der Vorteil, dass sie schön zischen, man sie herumwirbeln kann und es schwerer nach fuchteln aussieht. Wenn ein LARP-Schwert zischt, haust du definitiv zu fest zu und ich hab noch keinen gesehen der mit zwei LARP-Schwertern schön kämpft im Eifer des Gefechts.
Nimm das zweite Schwert (schön dass es ein Kurzschwert ist) lieber als Zweitwaffe an den Gürtel. Zieh es, wenn du dein anderes verlierst (aus der Hand geschlagen weil du versucht hast einen Zweihänder zu parieren oder so). Das sieht verdammt schick aus und macht Eindruck.
Gerade im LARP wo jeder zweite mit zwei Schwertern rumläuft sieht das dann so aus wie "Schau, ich brauch keine zwei Schwerter um dich fertig zu machen..."
Wer auch immer es gesagt hat "Man kann nie genug Messer haben." - aber bitte nicht auf einmal in der Hand .
Sieh es als Bitte, ich find deine Story wahnsinnig toll und Rajan gefällt mir als Name. Wie gesagt, die Schwerter sind der einzige Punkt. Du solltest mal sehen wie ich andere Geschichten auseinander nehm *g*. Auch meine eigene.
Ich fahr jetzt auf eine Con. Danke für's zuhören. *wink*
Gruß Ayla _________________ Ich hab keine Angst vorm Tod. Ich hab Angst nicht zu leben. |
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Alagos Marcel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.10.2007 Beiträge: 11 Wohnort: Im Wald
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Verfasst am: 26.03.2008, 14:33 Titel: |
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Yo danke für die ausführliche kriteik
zu den schwertern kann ich nur sagen, es sind garkeine, eigentlich sind es nur zwei Dolche zu denen sich bis zu den Sommerferien hoffentlich noch eine längere Klinge gesellt, der kleine überhebliche Rajan sagt nur so gerne Kurzschwert statt Dolch , hört sich halt besser an für ihn^^ |
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ruscenlum

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.10.2007 Beiträge: 24 Wohnort: Meinerzhagen
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Verfasst am: 26.03.2008, 17:55 Titel: |
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find ich cool. Is nicht so wie die ganzen anderen Geschichten immer das gleiche. Aber das wurde ja schon alles gesagt. Dann lass uns das mal ausspielen  _________________
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